Archiv für April 2010

„Studentenrevolte als Generationsprotest?“

Die 68-Kontroverse:
„Kapitalistische Modernisierung und soziale Emanzipation“
Vortragsreihe des Fachschaftsrats Geschichte im Sommersemester 2010

Der Fachschaftsrat Geschichte lädt ein zu einem Vortrag mit Diskussion von

Prof. Dr. Axel Schildt
(Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg)

Zum Thema:
„Studentenrevolte als Generationsprotest?“

Dienstag, 4. Mai 2010 um 19 Uhr, Hörsaal PHIL C, VMP 6

Die Frage nach der Rolle während der Nazi-Zeit ist bestimmend für das Verhältnis der Studentengeneration der 1960er Jahre zur Elterngeneration.
Wie hatten sich die eigenen Eltern zwischen 1933 und 1945 verhalten?
Marschierten sie fromm mit oder zogen sie sich „in die Privatheit“ zurück oder wagten sie gar Widerständigkeit, indem sie Verfolgten Unterschlupf gewährten oder dem Widerstand halfen?

Auf der politischen Bühne der Bundesrepublik richteten sich scharfe Proteste gegen die aus dem Hitlerreich übernommenen mittleren und gehobenen Funktionsträgern bzw. deren Reinstallierung in die alten Positionen.
Die Ohrfeige Beate Klarsfelds gegen Bundeskanzler Kiesinger (NSDAP, CDU) am 7.11.1968 ist da nur die (publikumswirksamste) Spitze gewesen.
Konrad Adenauer hatte Nazis wie den Juristen Hans Globke in hohe Ämter gehievt, mit Kurt
Georg Kiesinger war ein ehemaliger NSDAP-Mann Bundeskanzler. Und der Chef der Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost“ klärte weiter unter der schützenden Hand der CDU im Osten auf.

So mag es den Anschein haben, als sei Triebfeder der Studentenrevolte vor allem der Bruch mit der Elterngeneration. Die Fixierung auf diese Gegnerschaft birgt jedoch in sich, eigene Ansprüche der Studentenbewegung für tiefgreifende kulturelle und soziale Veränderungen in Gegenwart und Zukunft in den Hintergrund treten zu lassen.
Insofern sollte dies kritisch hinterfragt und diskutiert werden.

Der Vortrag Schildts ist der Auftakt zur studentischen Veranstaltungsreihe des FSR Geschichte zu „1968“.

Im Sommersemester 2010 finden noch folgende Vorträge statt:

18. Mai 2010, 19 Uhr PHIL C: Dr. Peter Birke (Hamburg)
„Arbeit, Kultur und Alltagspolitik in der ‚globalen Revolution’
der 1968er Jahre“

09. Juni 2010, 19 Uhr AUDI II: Prof. Dr. Ingrid Gilcher-Holtey (Bielefeld)
„Eine große Parallelaktion? Studenten und Arbeiter
im Mai 68“

29. Juni 2010, 19 Uhr (Ort offen): Prof. Dr. Peter Fischer-Appelt (Uni-Präsident 1970-91)

Im Herbst wird die Reihe fortgesetzt mit Vorträgen von Karl-Heinz Roth (Bremen, ehemals
AStA-Uni Hamburg) sowie Oskar Negt (Prof. em. Uni Hannover).

Vortrag von PD Dr. Rainer Nicolaysen: Rebell wider Willen? Fritz Fischer und die Geschichte eines nationalen Tabubruchs (21.04.)

Der Fachschaftsrat Geschichte möchte euch auf folgenden Vortrag von Herrn PD Dr. Rainer Nicolaysen am kommenden Mittwoch, den 21.4.2010 um 18 Uhr in der Staatsbibliothek aufmerksam machen:

Mit seinem 1961 erschienenen Buch „Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18“ löste der Hamburger Historiker Fritz Fischer (1908-1999) den ersten großen Historikerstreit der Bundesrepublik aus. Die „Fischer-Kontroverse“ gilt heute als eine „vergangenheitspolitische Schlüsseldebatte“, durch die erst die Kontinuität der deutschen Geschichte ins Blickfeld gerückt wurde. Der Vortrag geht der Frage nach, warum gerade Fischer zum überfälligen Tabubrecher wurde. Dabei wird seine akademische Karriere im „Dritten Reich“ ebenso beleuchtet wie die Entwicklung seiner dezidierten Aufklärungsforschung nach 1945.

Rainer Nicolaysen ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der dortigen Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte.
Verein für Hamburgische Geschichte in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky.

Der Vortrag findet am 21. April, 18 Uhr im Vortragsraum, 1. Stock statt. Der Eintritt ist frei.

Eintrag auf den Seiten der Staatsbibliothek
Homepage des Vereins für Hamburgische Geschichte

AS-Sitzung am Donnerstag

Kommenden Donnerstag (15.4.) tagt der Akademische Senat ab 14 Uhr in Raum 221 des ESA-West-Gebäudes. Auf der Tagesordnung stehen u. a. der Bericht über die Verwendung der Studiengebühren und die bauliche Entwicklung der Universität. Seite des AS

Unsere studentischen Vertreter werden auf dieser Sitzung den Akademischen Senat auffordern, sich für den Verbleib der Universität in Eimsbüttel auszusprechen. BAE!

Der Standort der Universität geht uns alle an! Deshalb ist es wichtig, Präsenz zu zeigen und an der AS-Sitzung teilzunehmen. Dazu fordern wir euch hiermit auf. uni bleibt

Bis Donnerstag,
FSR Geschichte

Öffentliche Berufungsvorträge – Alte Geschichte

Der FSR Geschichte ruft dazu auf sich an den Berufungsvorträgen der zu besetztenden Professur in der Alten Geschichte zu beteiligen:

Die öffentlichen Berufungsvorträge zur Nachfolge der Professur Schäfer finden am Mittwoch, den 14.04.2010, und Donnerstag, den 15.04.2010, statt. Am Mittwoch beginnen sie um 15 Uhr in Hörsaal E im Philosophenturm, am Donnerstag entgegen der Ankündigung in den Aushängen ab 9 Uhr im Gebäude ESA – West, Raum 121. Alle Interessenten sind dazu herzlich eingeladen. Weitere Informationen über Referenten und Titel der Vorträge erhalten Sie hier.