Veranstaltungsreihe des FSR Geschichte | Vortrag und Diskussion mit Arndt Neumann und Peter Birke: „Arbeit, Kultur und Alltagspolitik in der ,globalen Revolution‘ der 1968er Jahre“, Dienstag, 18.5.2010 19 Uhr Phil C

Der Fachschaftsrat Geschichte lädt euch ein zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion von Arndt Neumann und Peter Birke

Am Dienstag, den 18. Mai 2010 um 19 Uhr an der Uni HH in Hörsaal Phil C, VMP 6

Zum Thema:

„Arbeit, Kultur und Alltagspolitik in der ‚globalen Revolution’ der 1968er Jahre“:

Wie greift die Politik, wie greift die Revolte in den Alltag ein? Und was ist das überhaupt, Alltag? Und was wäre eine „Alltagsgeschichte“, die von einer „globalen Revolution“ handelt?

Die aktuelle Debatte um die Folgen der sozialen Kämpfe der „1968er Jahre“ läuft vielfach darauf hinaus, die Sphären zu trennen, in denen sich „Alltag“ abspielt:
es heißt in diesem Zusammenhang, dass „1968″ vor allem eine „consumer revolution“ oder eine „cultural revolution“ gewesen sei.
Beide Sphären werden letztlich mit „Freizeit“, mit der Welt „jenseits der Arbeit“ gleichgesetzt. Eine offene Analyse der Bedeutung der Revolte hat demgegenüber ihren Ausgangspunkt in der Frage, wie die Frage der Arbeits- und Lebensverhältnisse insgesamt mit den sozialen Konflikten seit den 1968er Jahren zusammenhängen.

Dabei geht es einerseits um den sich verändernden Alltag in der Arbeit, um die weltweiten Proteste gegen das historische Arbeitsregime und die auf sie folgenden Reformen. Andererseits geht es um die Frage nach der Bedeutung der „Kultur“ und um die These, dass ein Arbeitsbegriff, der „Konsum“ und „Freizeit“ strikt ausgrenzt, heute als anachronistisch gelten muss.

Erst auf der Grundlage der Einsicht in diese beiden Zusammenhänge kann – so meinen wir – die Frage nach der „Alltagspolitik“ der 1968er-Proteste (und der Gesamtheit ihrer Ambivalenzen und Widersprüche) sinnvoll gestellt werden.