Archiv für Oktober 2010

Beschluss des Fakultätsrats Geisteswissenschaften zur Hamburger Kulturpolitik

Der Fakultätsrat der Fakultät für Geisteswissenschaften hat in seiner Sitzung am 20. Oktober 2010 einstimmig beschlossen:


Geschichte, Kunst, Kultur und Bildung statt runder Tische zur Verteilung der Sparlast

Stellungnahme zur Kürzungspolitik des schwarz-grünen Senats im Kulturbereich

Die Hamburgische Landesregierung der CDU und Grün-Alternativen Liste hat als Ergebnis ihrer Haushaltsberatungen am 22. September 2010 weitgehende Kürzungen im kulturpolitischen Bereich beschlossen.
Dies hat zur Folge, dass das Altonaer Museum zum 1. Januar 2011 geschlossen werden soll – die Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte scheint überflüssig. Das Schauspielhaus müsste kreative und innovative Ansätze dem zahlenden Mainstream opfern und würde damit in seiner Substanz schwer geschädigt. Bei den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen sollen sowohl die Gebühren erhöht als auch die Öffnungszeiten reduziert werden; beides erhöht Nutzungshürden.

Kulturelle Einrichtungen wie Archive, Bibliotheken, Museen und Theater sind in Lehre und Forschung wichtige Partner gerade der Fakultät für Geisteswissenschaften, sie sind unverzichtbare Lernorte für Schülerinnen und Schüler wie für Studierende, sie sind überdies bei der Gewinnung von Lehrenden und Studierenden für Hamburg positive Standortfaktoren.

Die Fakultät für Geisteswissenschaften weist nachdrücklich darauf hin, dass Bildung, Wissenschaft und Kultur für eine Metropole wie Hamburg in ihrer Ausstrahlung nach innen und außen ressortübergreifend gestaltet werden müssen. Zufällige oder willkürliche Schließungen bzw. erhebliche, ihre Existenz gefährdende Beeinträchtigungen kultureller Einrichtungen wirken sich auch auf Bildung und Wissenschaft negativ aus.

Die Fakultät für Geisteswissenschaften wendet sich in aller Deutlichkeit gegen diesen Raubbau an öffentlicher und der Gesellschaft verpflichteter Bildung, Kunst und Kultur und fordert den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf, stattdessen in den Ausbau und die Förderung kultureller Einrichtungen zu investieren.

Demo: Leerstand zu Wohnraum

Am nächsten Samstag beginnnt um 13 Uhr am Campus eine Demonstration unter dem Motto „Leerstand zu Wohnraum“. Geplant ist eine Besichtigung des neuen Astra-Turms.

Weitere Informationen hier:
recht auf stadt
supra-magazin
es regnet kaviar

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